Durch die Wüste und dann links – Die Rolle Arabiens für die Besiedlung Europas durch den frühen modernen Menschen
Mittwoch - 23. September 2026
09:30-11:00
Jena, Hügelstraße 6a
Lutherhaus Jena
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© Buhais Rockshelter im Emirat Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate, Knut Bretzke

Dr. Knut Bretzke vom Institut für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie im Mittwochkreis

Die globale Ausbreitung des Menschen ist ein zentraler Meilenstein der menschlichen Evolution. Wann und wie dieser Prozess vonstattenging, sind Fragen, die die Forschung seit den frühen 1980er Jahren beschäftigt – seit der Ursprung unserer Art in Afrika verortet wurde. Erste Hypothesen basierten auf morphologischen Vergleichen bekannter Fossilien und führten zu der Annahme einer einmaligen Ausbreitung über einen nördlichen Weg durch das Niltal, den Sinai und die Levante. Archäologische und insbesondere genetische Forschungen der letzten Jahrzehnte ermöglichen heute detailliertere Einblicke in die Geschichte der Ausbreitung des Menschen. Dies hat zu einer Reihe von Anpassungen der Theorie zur Besiedlung der Erde geführt. Ausgehend von seiner eigenen archäologischen Forschung in Südostarabien wird Dr. Bretzke den aktuellen Stand der Forschung zur Besiedlung der Welt durch den modernen Menschen umreißen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bedeutung Südwestasiens und Arabiens für die Besiedlung Europas.
Der Mittwochkreis ist eine Bildungsinitiative von engagierten Menschen, die ihre nachberufliche Phase sinnstiftend für sich und andere gestalten möchten. Der Kreis organisiert unter dem Dach der Ev. Erwachsenenbildung wöchentlich Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Er ist für Menschen jeden Alters offen und bietet auch Möglichkeiten, sich selbst zu engagieren und mitzugestalten. Die Teilnahme ist kostenfrei, zur Deckung der Unkosten wird um eine kleine Spende gebeten.

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