Das Leben der Lyrikerin Wislawa Szymborska
Mittwoch - 24. Juni 2026
19:00-21:00
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Jena, Fichteplatz 9
TaF – Treffpunkt am Fichteplatz
Innenansicht des TaFInnenansicht des TaF
© Thomas Engel (CC-BY-ND)

Vortrag und Lesung von Christine Theml und Annette Böhmer

„Nichts kommt zweimal vor,
auch wenn es uns anders schiene.
Wir kommen untrainiert zur Welt
Und sterben ohne Routine.“
Wislawa Szymborska ist eine ungewöhnliche Dichterin. Sie vereint in ihrer Persönlichkeit sehr verschiedene Facetten „mal verspielt und selbstironisch, mal bitter und tieftraurig“.
Elke Heidenreich stellt sie uns Lesern so vor: „Die Szymborska greift mit ganz einfachen Bildern und Worten alltägliche Zusammenhänge auf, die wir alle kennen, und beleuchtet sie so, dass wir sie plötzlich auch begreifen. Zum Beispiel glückliche Liebe…“ In ihrem langen und an Erfahrungen reichen Leben, sie wurde 89 Jahre alt, erlebte sie Krieg und den Kampf der Ideologien um Vorherrschaft. Nicht sie wurden vorrangig ihre Themen, sondern das Beschreiben des Augenblicks mit genauer Beobachtung, mit Ironie, aber nie mit Sarkasmus. “Es sind Gedichte voller Weisheit, Güte, Humor und auch Schmerz über all das, was uns in unserem Leben ratlos macht und verletzt.“ So stellt uns Elke Heidenreich ein weiteres Mal eine Lyrikerin vor, die verschlossen und öffentlichkeitsscheu war, unter Freunden aber aufblühte und natürlich in Polen viel gelesen wird.
Annette Böhmer und Christine Theml stellen die polnische Lyrikerin und Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska im Treffpunkt am Fichteplatz (TAF) um 19 Uhr vor. Sie stützen sich auf die Biographie „Nichts kommt zweimal vor“ von Marta Kijowska, der großen Kennerin der polnischen Literatur, die 2023 in deutscher Sprache erschien. Ilga Herzog wird die Lesung mit ihrer Querflöte musikalisch begleiten.

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