Schattenwurf der Zeit: Michael Wüstefeld liest am 29. August im Kunst-Speicher am Kloster Mildenfurth
Ist die Zukunft ein offener Horizont von Möglichkeiten oder eine Dimension, die sich mehr und mehr allen Prognosen und Erwartungen verschließt? Hoffnung und Vergeblichkeit, Abschiede, Dichterleben, Landschafts- und Heimatverluste – weithin misst der gebürtige Dresdner Michael Wüstefeld sein lyrisches Feld aus. Davon können sich Literaturfreunde bei einer Lesung selbst überzeugen, die der Arbeitskreis Kunst und Kultur am Kloster Mildenfurth in Kooperation mit dem Thüringer Büro für Literatur und Kunst Verein Lese-Zeichen e. V. veranstaltet. Im Kunst-Speicher am Kloster stellt der Autor seinen Lyrik-Band „Gegenwärtige Vergangenheit“ vor. Die sah Wulf Kirsten im Werk von Michael Wüstefeld und edierte unter diesem Titel 2020 Gedichte des Dresdeners aus 40 Jahren. Kirsten würdigte „Wüstefelds gesellschaftskritische, geschichtsrelevante deutschsprachige Lyrik“, die eine „eigene Stimmer“ erkennen lasse.
Wüstefeld ist im Elbtal verankert, dessen Ränder er dennoch schreibend und reisend überspringt und nie als Begrenzung akzeptiert – wie er auch jede Vereinnahmung abschlägt. Stattdessen „ist er unterwegs, Ingenieur oder Dichter, im Alltag seiner Stadt auf der Suche nach Begegnungen, mit dem wachen Blick für Menschen und Dinge und mit einem Lächeln …“, so Almut Giesecke im Nachwort zum Gedichtband „Heimsuchung“ 1987. (Sebastian Schopplich/ule)
-->> Lesung. Michael Wüstefeld - Schattenwurf der Zeit
29.08.2026, 17 Uhr
Kunst-Speicher am Kloster Mildenfurth
07980 Berga-Wünschendorf
Ticket: 12 € - Reservierung unter 036603 – 88 276