9. Philharmonisches Konzert
Mittwoch - 16. Juni 2027
ab 19:30
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Konzertsaal Gera
Konzertsaal Gera
Der Konzertsaal im Theater GeraDer Konzertsaal im Theater Gera
© Foto Ronny Ristok

George Gershwin (1898–1937): Ouvertüre zu Girl Crazy
     Rhapsody in Blue
     Cuban Overture

     Suite aus Porgy and Bess (Catfish Row)

George Gershwins Musik steht wie kaum eine andere für Energie, Aufbruch und Optimismus der Vereinigten Staaten in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Trotz seines frühen Todes im Alter von nur 38 Jahren schuf er in erstaunlich kurzer Zeit Werke, die im Musiktheater ebenso wie im Konzertsaal und im Jazz Bestand haben.

Die Ouvertüre zu Girl Crazy eröffnet den Abend mit einem Blick auf Gershwins Broadway-Erfolge. Das Musical wurde 1930 in New York uraufgeführt und brachte eine Reihe von Songs hervor, die rasch zu Jazz-Standards wurden, darunter I Got Rhythm, Embraceable You und But Not for Me, die auch in der Ouvertüre zitiert werden. Die Handlung ist komödiantisch angelegt: Die Familie schickt einen wohlhabenden New Yorker Lebemann auf eine Ranch in Arizona, in der Erwartung, ihn von den Versuchungen der Großstadt zu kurieren – tatsächlich findet er dort unerwartet Liebe und einen neuen Lebenssinn.

Im Zentrum des ersten Konzertteils steht Rhapsody in Blue, entstanden 1924 für ein Konzertprojekt des Dirigenten Paul Whiteman. Die Uraufführung markierte einen Wendepunkt in Gershwins Karriere und machte das Werk rasch zu einem Referenzpunkt amerikanischer Musik. Den Solopart übernimmt die ECHO-Klassik-Preisträgerin Olga Scheps, die seit 2009 Exklusivkünstlerin bei Sony Classical ist.

Die Cuban Overture entstand nach einem Aufenthalt Gershwins in Havanna im Jahr 1932 und trug zunächst den Titel Rumba – gedacht als musikalischer Eindruck kubanischer Rhythmen.

Den Abschluss bildet die von Gershwin selbst zusammengestellte Orchestersuite Catfish Row aus Porgy and Bess. Die Oper erzählt vom Leben einer afroamerikanischen Gemeinschaft in einem Küstenviertel von Charleston.