Carl Maria von Weber (1786–1826): Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 19 J. 50
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Sinfonie-Kantate Lobgesang op. 52
Im Jahr 2026 jährt sich der Todestag von Carl Maria von Weber zum 200. Mal – eines Komponisten, dessen Name meist mit der Geburt der deutschen romantischen Oper verbunden wird. Doch lange vor Der Freischütz suchte Weber seine eigene Stimme auch in der Instrumentalmusik. So entstanden unter anderem zwei Sinfonien.
Zur Zeit ihrer Entstehung war Weber am Hofe des Herzogs Eugen Friedrich Heinrich von Württemberg-Oels tätig – eines leidenschaftlichen Musikliebhabers und begabten Oboisten, der über ein Orchester mit besonders starker Bläserbesetzung verfügte. Dem Herzog war es jedoch nicht vergönnt, in diesen Werken selbst ein Oboensolo zu spielen: Er wurde zum Militär eingezogen und Weber musste die Residenz verlassen – die Manuskripte nahm er mit sich. Mit der ersten dieser beiden Sinfonien zeigte er sich besonders zufrieden und gab sie später in den Druck.
„Die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbeigekommen …“ – mit diesen Worten endet Felix Mendelssohn Bartholdys Lobgesang. Das Werk verbindet eine dreisätzige, ohne Pause verlaufende Sinfonie mit einer anschließenden Kantate. Zeitgenossen sahen darin eine Parallele zu Beethovens Neunter; Richard Wagner sprach polemisch von einem „Stück von blödester Unbefangenheit“. Doch während Beethoven das Ideal universaler Brüderlichkeit beschwört, entwirft Mendelssohn eine musikalische Allegorie der Aufklärung. Anlass war das 400-jährige Jubiläum der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg.
In diesem Konzert werden die Musiker:innen des Theaters vom Chor der Frauenkirche Dresden unter der Leitung seines Kantors Matthias Grünert unterstützt, der regelmäßig mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg Gera zusammenarbeitet.