Puppentheater für Erwachsene und Jugendliche
Nach der Novelle von Theodor Storm
In einer Spielfassung von Christopher Breust und Christine Zeides
In der Reihe Aus der Werkstatt
„Herr, nimm mich, verschone die anderen!“
Hauke Haien
Theodor Storms Novelle Der Schimmel- reiter aus dem Jahr 1888 erzählt von Sturmflut und Deichbruch, von Verantwortung und von der Frage, warum Menschen Gefahren erkennen, aber dennoch zu spät handeln.
Die Inszenierung setzt dort an, wo alles bereits geschehen ist: nach der Katastrophe. Die Sturmflut ist über die Jevershallig gekommen, der Deich ist gebrochen, Menschen sind gestorben. Ausgehend von der Zerstörung wird die Geschichte von hinten aufgerollt. Aus dem Nebel der Erinnerung melden sich die Stimmen der Vergangenheit und suchen nach Erklärungen. Wie konnte es so weit kommen? Wer ist schuld? Deichgraf Hauke Haien, der mit Vermessungen, Berechnungen und neuem Wissen gegen die Gewalt des Meeres antritt? Oder jene, die dem Überlieferten vertrauen, alten Zeichen folgen und wünschen, dass alles so gemacht wird, wie sie es schon immer kennen, weil sie dem misstrauen, was sich nicht sehen, aber berechnen lässt? Zwischen technischem Fortschritt und abergläubischem Beharren wächst ein Konflikt, der schließlich alle mit in die Katastrophe führt.
Präsentiert wird die Geschichte von einem einzelnen Spieler, der in einem offenen Bühnenraum mit überlebensgroßen Seilzugpuppen agiert und sie vor der Weite der nordfriesischen Landschaft in die Auseinandersetzung zieht.
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