„Der DDR-Strafvollzug in den achtziger Jahren. Haftbedingungen und Selbstbehauptung der Gefangenen“
Mittwoch - 27. Mai 2026
ab 18:00
Gera, Rudolf-Diener-Straße 4
Kaiserwerke
DO 1 Bild-001385-01DO 1 Bild-001385-01
© Bundesarchiv – Stasi-Unterlange-Archiv

Ein Vortrag von Dr. Tobias Wunschik

Der Eintritt ist kostenfrei. Um eine Spende wird gebeten.

Im letzten Jahrzehnt der DDR war der Haftalltag der Gefangenen weiterhin durch Willkür, harte Haftarbeit und Überfüllung der Zellen bestimmt. Dass die oberste Gefängnisverwaltung zaghaft internationale Mindeststandards zur Kenntnis nahm, änderte an der rauen Haftwirklichkeit vor Ort meist wenig. Trotzdem (oder gerade deswegen) wagten manche Gefangene, sich mit dem Mut der Verzweiflung zu widersetzen - bis in die Friedliche Revolution von 1989 hinein. Die Forschungsschwerpunkte des Historikers Dr. Tobias Wunschik sind: Staatssicherheit und internationaler Terrorismus sowie Strafvollzug und politische Gefangene in der DDR. Seit 1993 ist er Mitarbeiter im Stasi-Unterlagen-Archiv.

Der Vortrag reiht sich in das Rahmenprogramm zur Jubiläums-Ausstellung der Gedenkstätte Amthordurchgang „Das waren die 80er – Utopie, Opposition & Repression“ ein. Am 31. Mai 2026 lädt die Kuratorin der Ausstellung Maria Döbert zu einer Führung ein, Treffpunkt ist: 14 Uhr vor der Gedenkstätte Amthordurchgang, Amthordurchgan 9, 07545 Gera. Um Anmeldung unter: info@torhaus-gera.de wird gebeten.

Wir freuen uns über Ihren Besuch.