Sie ist liebreizend und freundlich, ein wenig zurückhaltend – ja fast schüchtern. Ihr sanftes und fideles Gemüt könnte jede noch so harte Felskontur des Ayers Rock glatt schleifen und obendrein braucht sie nur wenige Saiten, um unendlich viel zu erzählen. Eine kleine Exotin mit strahlendem Herzen: ach die Ukulele - so lieblich und fein. Geblendet? Sie kann auch anders – es kommt schließlich darauf an, wem sie begegnet! Der hüpfende Floh (so lautet die Übersetzung) ließ sich neulich mit einer ziemlich durchgeknallten australischen Gruppe ein. Was soll man sagen? Sie hätte es ja bereits beim Kennenlernen ahnen können: Wer sich als Ukulelen-Todesschwadron vorstellt, will bestimmt nicht verschmust und mit Blumenkette in den Sonnenuntergang reiten.
Ukulele Death Squad hat andere Pläne für die ausgesuchten Stunden mit dem sonst so bescheidenen Zupfinstrument. Die achtköpfige Band aus Australien hat ordentlich einen an der Waffel und zwar im allerbesten Sinn! Mit einem schier undefinierbaren Mix aus Flamenco, Ska, Folk, Jazz, Blues, Balkan, Pop und Rock walzen sie jede stilistische Einordnung nieder, die ihnen säuberlich gestapelt in den Weg gestellt wird - und wirken dabei auch noch unwiderstehlich.
Warum das preisgekrönte Kollektiv nicht nur in Australien und Neuseeland, sondern längst auch in Europa heftig gefeiert wird, liegt auf der Hand. Die Shows geben den Ausschlag. Die hardcore gespielte Ukulele ist dabei aber längst nicht alles: Da tönen auch krachende Fanfaren mit ausgelassenen Bläserpassagen, rührige Balladen und großer Gesang von der Bühne – und zwischendrin drehen sie eben immer mal wieder durch. Sie nennen sich ja nicht umsonst „gefährlichste Ukulele-Band der Welt“.
Nun wird es freilich Zeit, dass sie ihr wunderbares Chaos auch nach Jena bringen und mit Essentially My Life Is A Disaster ihr neustes und vielseitigstes Werk auspacken. Dazu lädt Ukulele Death Squad fast schon ein wenig zu höflich ein: „Tun Sie sich selbst einen Gefallen. Werden Sie für eine Nacht die albernste und mutigste Version Ihrer selbst!“ Na dann mal los!
Preis Information: Vorverkauf: 10,00 € Abendkasse: 15,00 €
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