Kein Einlass unter 18 Jahre!
Easy. Was Mark Twain oder Voltaire literarisch zur Kunstform erhoben haben, kann auch ein Meister des Sounds mit Schneid praktizieren: ein Künstler, mehrere Namen, viele Facetten. Bei Gabor Schablitzki alias Robag Wruhme hat das allerdings nicht unbedingt was mit Versteckspiel zu tun. Ob nun Robag Wruhme, Rolf Oksen, Themroc oder Die Dubrolle: Seine verschiedenen Pseudonyme sind einfach Spielwiesen für unterschiedliche Ideen und Sounds.
Ein Schnelldurchlauf wird dem bewegten Werdegang kaum gerecht, muss aber ausnahmsweise sein: Da war dieser flashende Film namens Beat Street, der den jugendlichen Schablitzki zu DDR-Zeiten zur Musik brachte, dicht gefolgt vom Breakdance. Da war das Kassablanca, das einen Zivi für die Buchhaltung brauchte. Und da waren ein paar ziemlich coole Weggefährten, etwa die Herren Sperling und Bodner. So macht sich der Musikverrückte in heimischen Gefilden zunächst mit chilligen DJ-Sets, der Mitbegründung von Freude am Tanzen und dem Fat-Plastic-Plattenladen einen Namen.
Spätestens seit den frühen 2000ern mischt er die elektronische Szene auch jenseits der Grenzen Thüringens ordentlich auf. Zusammen mit Sören Bodner alias Monkey Maffia bildet er über ein Jahrzehnt das DJ-Duo Wighnomy Brothers – während und nach dessen Zeit sein Schöpfergeist zunehmend als Robag Wruhme durch Clubs und Festivalareale wandelt.
Als solcher überzeugt er national wie international mit vielseitigen Tracks und Remixes, tourt unter anderem durch Japan und Südamerika und kreiert vier Alben samt eigenwilligen Titeln. Dass der Name für eines seiner Meisterwerke, nämlich Wuzzelbud KK, aus einer Wodkalaune heraus entsteht, gehört ebenso zum sagenumwobenen DJ und Produzenten, wie die Taufe von Venq Tolep – ohne den Hauch einer tieferen Bedeutung oder gar Übersetzung. Und auch die Tracks selbst betören mit Originalität: kein Schema F, ein paar Ecken und Kanten, Detailverliebtheit und eine gute Portion Verschrobenheit.
Live muss all das natürlich zum Gesamtkunstwerk werden. Da trifft es sich doch gut, dass sein Sound nun nicht nur geografisch, sondern auch biografisch einen Abstecher ins Kassablanca macht. Zwischen Clubkultur und Heimspiel-Atmosphäre dürfte sein feines Gespür für Rhythmus, Textur und Stimmung besonders gut zur Geltung kommen. Kurzum der Call-to-Action: Kommt. Tanzt. Chillt. Schmunzelt. Danke.
Preis Information: Vorverkauf: 10,00 € Abendkasse: 15,00 €
powered by destination one