Kulturarena Jena | Luiku
Sonntag - 23. August 2026
20:00-22:00
Link
Jena, Schillergäßchen 1
Theatervorplatz Jena
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© Dmytro Vaha

Abschlusskonzert

Es beginnt wie im Film: Staub wirbelt auf, Pferde galoppieren, bunte Szenerien, viel Musik – und mitten darin wirbelt der cleverste Pferdedieb aus der Steppe Bessarabiens. Vielleicht erinnert sich wer: Das Zigeunerlager zieht in den Himmel flimmert als sowjetischer Filmklassiker einst auch in DDR und BRD erfolgreich über die Kinoleinwand. Auch wenn der deutsche Titel scheiße ist, bleiben die Themen zeitlos. Die Geschichte erzählt von Liebe, Stolz und einem unstillbaren Hunger nach Freiheit – und der begnadete Pferdedieb Loiko Sobar brennt sich ein: als Draufgänger, Romantiker und Rebell.

Ist doch schön, dass dieser Funke weiterlebt – im Namen und im Sound von Luiku. Und deren Sound lässt sich ebenso wenig bändigen: Er klingt nach Freiheit und Liebe, nach schillernden musikalischen Landschaften, nach einem warmen, mitreißenden Durcheinander für alle.

Am allerletzten Abend der Kulturarena darf das raue Pflaster des Theatervorplatzes dann ruhig ein wenig strapaziert werden. Denn Luiku, beheimatet in Kiew, entfacht als siebenköpfige Formation ein musikalisches Feuerwerk, das irgendwo zwischen karpatischem Hochland, Balkanfest und mediterraner Sommernacht lodert. Die Band lässt treibende Beats auf strahlende Bläser treffen, Akkordeon auf pulsierende Rhythmen – darüber schweben Stimmen, die verzaubern und antreiben. Das ist keine Musik zum Nebenbei-Hören – das ist Musik, die packt und auf die Tanzfläche zieht, ob man will oder nicht.

Der Kopf hinter dem Ganzen: Dmytro Tsyperdyuk – Musiker, Produzent, Klangsucher. Was als Auftrag für einen Dokumentarfilm begann, entwickelte sich rasch zu etwas Größerem. Zu einer Band. Zu einer Idee. Zu einem Sound, der nach intensiven Begegnungen und Geschichten klingt, nach Leidenschaft, Entgrenzung und Liebe. Nach Momenten, die eingefangen, vermischt und weitergetragen werden – als mitreißende Trans-Karpaten-Ethno-Beats.

Oder anders gesagt: Hier wurden nicht einfach Klänge gesammelt, sondern aufgesogen, verwandelt und neu zusammengesetzt. In Luiku verschmelzen Einflüsse aus der Ukraine, der Türkei, Polen, Ungarn und dem gesamten Balkanraum zu einem vibrierenden Ganzen. Mal roh und erdig, mal verspielt und wild – aber immer unwiderstehlich.

Wenn unser Pferdedieb Loiko Sobar heute eine Band hätte, würde sie wahrscheinlich genau so klingen. Bereit zum Wirbeln?

Preis Information: Vorverkauf: 10,00 € Abendkasse: 15,00 €


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