„1984“ Ein Live-Hörspiel
Mittwoch - 25. März 2026
ab 18:00
Link
Gera, Rudolf-Diener-Straße 4
Kaiserwerke
1984 Livehörspiel - Poster A2-A3 V1 klein1984 Livehörspiel - Poster A2-A3 V1 klein
1984 Livehörspiel - Poster A2-A3 V1 klein1984 Livehörspiel - Poster A2-A3 V1 klein

Die Gedenkstätte Amthordurchgang lädt zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Thüringen zu dem Live-Hörspiel „1984“ basierend auf dem dystopischen Roman „1984“ von Georg Orwell mit Lysann Schläfke (Regie, Textfassung, Sprecherin), Sascha Siebert (Sprecher) und Carina Posse (Sounddesign) ein.

Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde mit Baldur Haase (ehemaliger politisch Inhaftierter) statt.
Der Eintritt ist kostenfrei. Um eine Spende wird gebeten.

Das Live-Hörspiel „1984“ basiert auf dem dystopischen Roman 1984.
Im Jahr 1948 erstmals erschienen, beschreibt der Autor George Orwell einen totalitären Überwachungsstaat, in dem die Hauptfigur Winston Smith in einen Konflikt mit der diktatorisch herrschenden Staatspartei gerät. Der allgegenwärtigen Überwachung zum Trotz, will Smith sich seine Privatsphäre sichern und etwas über die reale Vergangenheit erfahren. Unwillkürlich gerät er dadurch in Konflikt mit dem System, das ihn letztlich einer Gehirnwäsche unterzieht. Eingeladen ist Baldur Haase (*1939), dessen Stimme auch im Live-Hörspiel zu hören ist. Er saß von 1959 bis 1961 aufgrund der Anklagen wegen „Staatsgefährdender Hetze“ und „Nachrichtenübermittlung“ in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit im Bezirk Gera (heute: Gedenkstätte Amthordurchgang) und im Zuchthaus Waldheim ein. Der Besitz des Buches „1984“ und seine in Briefen dazu geäußerten Gedanken wurden ihm zum Verhängnis. Als „Feind der DDR“ und „Handlanger der imperialistischen Kriegstreiber, der das Bewusstsein des Arbeiter- und Bauernstaates vergiftet“ beschimpft, wurde er zu drei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach zwei Jahren und drei Monaten kam er aufgrund wiederholter Gesuche seiner Eltern frei. Bis zum Ende der DDR blieb Baldur Haase als „Staatsverräter“ unter Bewachung des MfS.
Mit ihm ins Gespräch geht Frank Karbstein (Vereinsvorstand Gedenkstätte Amthordurchgang).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit: Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Thüringen