Der Jenaer Zahnarzt Joachim Hoffmann berichtet von seiner Reise durch den Himalaya.
Wissen Sie, was ein Leatherman-Tool ist? Würden Sie in den Hochgebirgen Asiens zufällig Joachim Hoffmann begegnen, könnte er Ihnen eines zeigen. Es handelt sich um eine Art Taschenmesser mit kleinen, ausklappbaren Werkzeugen für unterwegs. Das Exemplar, das der Jenaer Zahnarzt im Rucksack zwischen Zelt und Schlafsack verstaut hat, ist jedoch einzigartig: Er hat die Schraubenzieher, die Feile und sogar die Branchen der Zange für seine Zwecke umgearbeitet.Und falls Sie in dieser Abgeschiedenheit gerade an akutem Zahnschmerz leiden, der nur durch eine Extraktion zu beheben ist, würden Sie sich nichts sehnlicher wünschen, als dass das seltsame Instrumentarium sofort und an Ort und Stelle in Ihrem Munde zum Einsatz kommt – auch wenn schon die bloße Vorstellung davon Schweiß auf Ihre Stirn treibt.
Das, was uns wie ein Alptraum anmutet, ist für Menschen, die ohne jegliche medizinische Infrastruktur in den entlegensten Hochgebirgsregionen Asiens leben, oft der Alltag.
Beim Lesefrühling erzählt Hoffmann über den notgedrungenen Einsatz seiner zahnmedizinischen Accessoires – vor allem aber von abenteuerlichen Durchquerungen des Pamir, Karakorum und Himalaya und vom Leben in den hintersten Tälern Nepals, Tibets und Pakistans.
Er zeigt Fotografien, liest aus dem Bildband „Weit mehr als Berge – Blicke auf das Hochland von Asien“ und gewährt Einblicke in Landschaften, in traditionelle Lebens- und Wirtschaftsweisen im Wandel sowie in kulturelle und religiöse Praktiken an den äußersten Grenzen der bewohnbaren Welt – wo Dörfer in Höhen über 4.000 Meter, Weiden über 5.000 Meter und Pässe über 6.000 Meter reichen.
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